Landtagsvizepräsident Rainer Schmelzer im Dialog mit unseren Schülerinnen und Schülern
Wie steht es um unsere Demokratie? Welche Verantwortung trägt die Politik für die Zukunft? Und was können junge Menschen selbst bewegen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Demokratiewoche bei einer besonderen Diskussionsveranstaltung: Am Montag, den 2. November 2026, begrüßten wir Rainer Schmeltzer, Vizepräsident des Landtags Nordrhein-Westfalen, welcher der Einladung der Fachschaft Politik und besonders des Kollegen Ali Bostanci gefolgt war.
An der Veranstaltung nahmen die Klassen OTE20, AGT11, AGT22, AIT21, AIT30 und BIF12A teil. Gerade mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen im April 2027 sollte deutlich werden, dass Politik keineswegs weit entfernt oder abstrakt ist, sondern den Alltag unserer Schülerinnen und Schüler unmittelbar beeinflusst.
„Mein Ziel ist es, das Interesse an Politik zu wecken und den Lernenden aufzuzeigen, dass Demokratie von Beteiligung lebt und jede Stimme zählt. Sie sollen Demokratie nicht nur theoretisch im Unterricht kennenlernen, sondern unmittelbar erleben und erfahren, dass sie selbst etwas bewegen können“, so Ali Bostanci.
Einblicke in die Arbeit des Landtags
Nach einem einführenden Einblick in die Arbeit des Landtags und in die politischen Abläufe in Nordrhein-Westfalen bildete eine digitale Handyabstimmung zur Frage: „Seht ihr die Demokratie in Deutschland aktuell in Gefahr?“ den Auftakt zu einer lebhaften Diskussion. Das Ergebnis machte deutlich, dass viele Schülerinnen und Schüler die Demokratie als gefährdet wahrnehmen oder zumindest mit Unsicherheit in ihre persönliche Zukunft blicken.
Fragen, die junge Menschen bewegen
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand anschließend eine offene Fragerunde, die sich in vier Themenbereiche gliederte: Demokratie, Bildung, Gesundheit und öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV). Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Themen anzusprechen, die sie persönlich beschäftigen und ihren Alltag betreffen.
Dabei ging es unter anderem um den Lehrermangel, die Digitalisierung an Schulen, die Zukunft der künstlichen Intelligenz, Herausforderungen im Gesundheitssystem und mögliche Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr. Der direkte Austausch ermöglichte es den Jugendlichen, politische Zusammenhänge besser zu verstehen, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und ihre eigenen Anliegen einzubringen.
Demokratie braucht Beteiligung
Ein zentraler Gedanke zog sich durch die gesamte Diskussion: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie muss geschützt, gestaltet und von jeder Generation aufs Neue mit Leben gefüllt werden. Herr Schmeltzer machte deutlich, dass insbesondere junge Menschen gefragt sind, sich zu informieren, ihre Meinung zu äußern und sich aktiv einzubringen.
Entscheidend sei, nicht nur Missstände zu beklagen, sondern selbst Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen anzustoßen.
Eine Botschaft, die bleibt
Zum Abschluss richtete Herr Schmeltzer einen eindringlichen persönlichen Appell an die Schülerinnen und Schüler: Nicht nur über Probleme meckern, sondern kritisch hinterfragen, selbst aktiv werden und die eigenen Möglichkeiten zur Mitgestaltung nutzen.
Die Veranstaltung hinterließ somit eine klare Botschaft: Jede und jeder kann etwas bewegen. Es muss nur jemand anfangen – dann ziehen andere nach.
„Demokratie lebt nicht allein von politischen Institutionen, sondern vor allem von Menschen, die bereit sind, sich einzubringen“, stellt Ali Bostanci abschließend fest. „Es ist unsere Aufgabe, das in der Schule immer wieder deutlich zu machen!“































