Auch in diesem Schuljahr findet wieder ein vierwöchiges projektorientiertes Arbeiten der AIT-Mittelstufenklassen statt. Dieses Mal geht es um das Programmieren einer Ampelsteuerung, die durch das Durchfahren von Lichtschranken aktiviert wird. Zusätzlich programmieren unsere IT-affine Schülerin und ihre ebenso IT-affinen männlichen Kollegen online verschlüsselte Datenbanken, in denen die Zeitmessungen, die beim Durchfahren der Lichtschranken ermittelt werden, hinterlegt werden.

Na, alles verstanden?

Wenn ja, dann sind Sie vermutlich in der Informationstechnik zu Hause. Wenn Sie nicht in der IT beheimatet sind, dann geht es Ihnen wie uns, den Deutsch-, Englisch- und Religionslehrerinnen der AIT-Mittelstufen. Doch da die von uns liebevoll genannten „ITAs“ genau wissen, was sie tun und wovon sie sprechen, haben wir uns einige technische Vorgänge und Begrifflichkeiten in den letzten Wochen nochmal so einfach wie möglich erklären lassen. So durften wir erfreut feststellen, dass unsere Schülerin und unsere Schüler schon jetzt echte Profis sind und selbst uns IT-Neulingen so einige informationstechnische Zusammenhänge gut verständlich erklären konnten. Dies sogar nicht nur auf Deutsch, sondern in einem Probelauf für die Präsentationen, die sie am Ende der PoA auf Englisch halten, auch äußerst überzeugend in der Fremdsprache.

Unsere ITAs schätzen an der projektorientierten Arbeit besonders das freie und selbstständige Arbeiten, denn anders als im regulären Unterrichtsgeschehen kann hier frei entschieden werden,  welcher Aufgabe man sich wann zuwendet und wann man Pausen einlegen möchte. Auch die stetige Präsenz und die Bemühungen der Lehrkräfte sowie das gegenseitige Unterstützen der verschiedenen Teams – auch klassenübergreifend – werden gelobt. So können die verschiedenen Fähigkeiten der einzelnen Personen ergänzt und ausgetauscht werden. Um die Lerngruppe so effektiv wie möglich zu unterstützen, werden zusätzlich von den Lehrern „Workshops“ zu einzelnen Fachgebieten angeboten. In diesen Workshops vertiefen die ITAs – auf freiwilliger Basis und ganz konkret auf ihre PoA bezogen – ihre vorhandenen Kenntnisse, stellen gezielte Fragen zur Umsetzung und Anwendung oder probieren sich in der Fremdsprache aus. Dies sorgt nicht nur bei den Lernenden für Motivation, sondern lässt auch Lehrer freudestrahlend aus den Workshops kommen mit den Worten: „Ich unterrichte jetzt nur noch in Workshops! Die Schüler sind alle so motiviert…!“

Während dieser projektorientierten Arbeitsphase passiert also genau das, was wir Lehrkräfte uns gewünscht haben – die Schülerin und die Schüler arbeiten konzentriert an ihren Aufgabenstellungen, nutzen Ressourcen verantwortungsvoll und überlegt, setzen die zuvor gelernte Theorie in die Praxis um, helfen sich gegenseitig und bauen ihr Gemeinschaftsgefühl aus. Wir sind voller Zuversicht, dass wir hier verantwortungsbewusste junge Menschen ausbilden, die einen wichtigen Zweig unser aller Zukunft – die Digitalisierung – weiter mit auf den Weg bringen werden!

Sabrina Hempel & Mara Jansen