Bei den Informationstechnischen Assistenten wird wieder erfolgreich eine Projektwoche durchgeführt. Erik Moor ist am Freitag stolz: „Wir haben schon einige Male erfolgreich das Schulnetzwerk penetriert“. Dabei muss Erik keine Konsequenzen befürchten, sondern darf im Gegenteil auf eine gute Note hoffen. Mit seinen Mitschülern Marcel Otto und Yassine Lanouar hat der ITA-Schüler aus der Klasse AIT32V in der letzten Woche versucht, Lücken im Schulnetzwerk zu finden. „Damit die Schüler sich in Zukunft sicherer im Schulnetz bewegen können“, wie er sagt.

Für acht Unterrichtstage werden für die ITA-Oberstufen jedes Jahr der normale Stundenplan ausgesetzt, damit die Schüler selbst gewählte Projekte aus den Bereichen Softwareentwicklung oder Systemintegration durchführen können. Diese Projekte werden nach Abschluss vor der gesamten Stufe und vielen Lehrern präsentiert und fachkundig dokumentiert. Hier sind Kompetenzen aus den Fachunterrichten und den allgemeinkundlichen Fächern gleichermaßen gefragt.

Andere Gruppen entwickeln und programmieren z.B. ein eigenes Jump-and-Run Game oder bauen ein Cluster aus fünf Raspberry Pis, in dem sie die Rechenleistung dieser Einplatinencomputer in einem aus Legosteinen gebauten Gehäuse zusammenführen, um komplexe Aufgaben wie Data-Mining durchzuführen. Da das Schulnetz aus Sicherheitsgründen für derartige Aufgaben nicht zur Verfügung steht, opferte Oliver Gems sogar sein privates Online-Guthaben für das Projekt.

Dieses Engagement ist in der Projektwoche keine Ausnahme. Die Schüler sind begeistert, dass sie in der Oberstufe die Kompetenzen, die sie in mehr als zwei Jahren in unserem Berufskolleg erworben haben, in ein eigenes Projekt einbringen können. Und auch der Informatik-Lehrer Frank Wächter, der für die Organisation und Durchführung der Projektwoche verantwortlich ist, zeigt sich beeindruckt: „So engagiert wie in diesem Jahr waren die Schüler selten. Oft haben sie sogar bis in die Abendstunden an ihren Projekten weitergearbeitet“.

Bildungsgangleiter Holger Hüller freut sich besonders, dass viele Projektgruppen mit Raspberry PIs arbeiten. Die Bedeutung dieser einfach aufgebauten und handlichen Rechner steigt auch in der unterrichtlichen Praxis an unserem Berufskolleg seit der Markteinführung vor fünf Jahren stetig an, da man an diesen kostengünstigen Geräten spielerisch und experimentierfreudig Programmieren und Computer Grundlagen erlernen kann.

Für die Schüler ist die Projektwoche als „kleines Gesellenstück“ auch eine willkommene Unterbrechung im stressigen Unterrichtsalltag, der nun mit Kurs auf die Abschlussprüfungen im Mai ab der nächsten Woche wieder Fahrt aufnehmen wird.

Stefan Erlei